Vereinschronik
Geschichte der Liedertafel Mining
Stationen unseres Chors - von der Gründung bis heute.
Zeitleiste
Reifezeit
ab 2005
3 Einträge
16. Mai 2008
Über die Wiederentdeckung der Gründungsmesse der Liedertafel Mining
Wie Dornröschen schlummerte sie 100 Jahre im Notenarchiv, die „Missa in honorem Sancta Francisci Seraphici“, von Pfarrer Franz Bieger aus Genderkingen. Ab 15. Mai 2007 wird sie nach so langer Zeit neu einstudiert. Daraus entwickelt sich eine ganz besondere Geschichte.
Ein erstes, in der Chronik enthaltenes Verzeichnis der „Eingelernten Lieder“ aus dem Jahr 1906, zeigt die „Messe von Bieger 4-stimmig für Männerchor“ an Position 1. Am Sonntag, den 7. Jänner 1906, also noch vor der formellen Vereinsgründung, kam diese erstmals zur Aufführung. Bereits nach einer neuerlichen Aufführung im Jahr 1906 wurde es dann ruhig um die Bieger-Messe. Es begann der Dornröschenschlaf.

Erst im Zuge der Recherchen zum Vereinsgeschichtsbuch „Sängerleben“ im Jahr 2005 wird das doch recht anspruchsvolle Werk wiederentdeckt und ab 15. Mai 2007 neu einstudiert. Fast genau ein Jahr später, am 16. Mai 2008, wird die Messe im Rahmen eines denkwürdigen Kirchenkonzertes in der Pfarrkirche Mining erneut dem Publikum vorgestellt und findet sowohl bei den Sängern, als auch bei den Zuhörern begeisterten Zuspruch. Die neuerliche Uraufführung wird von Monsignore Leon Sireisky liturgisch kommentiert und von einem Posaunenquartett der Landesmusikschule Altheim unter Leitung von Franz Strasser, sowie von Johannes Wilhelm an der Kirchenorgel begleitet. Eine Abordnung aus Genderkingen, dem Heimatort des Komponisten, reist aus Bayern an, um dieser Aufführung beizuwohnen. Auf Einladung der bayerischen Gäste gestaltet die Liedertafel mit diesem Werk am 9. November 2008 auch eine heilige Messe in Genderkingen. Die Begleitung übernimmt diesmal der dortige Dorforganist Max Höringer, der mit der Komposition bestens vertraut ist. Der Besuch in Genderkingen wird angesichts des überaus freundlichen, ja begeisterten Empfangs, sowie dank der spürbaren Wertschätzung für die Qualität der Aufführung des Bieger-Werkes, für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis. Weitere Aufführungen erfolgen noch im selben Jahr in Pischelsdorf und zur Cäcilia-Messe in Mining.

31. Dezember 2007
Die Sängerreihen füllen sich erneut
Der im Zuge des 100-jährigen Bestandsjubiläums beschriebene Neubeginn wird auch in der erfolgreichen Akquisition neuer Sänger recht deutlich sichtbar
Gleich vierzehn neue Sänger schließen sich zwischen 2005 und 2007, also innerhalb von nur 3 Jahren, der Liedertafel an. Das gab es in der Vereinsgeschichte vorher nur ein einziges Mal und zwar in den Jahren 1934 bis 1936! Sieben dieser Neuzugänge, also exakt die Hälfte, sind auch 20 Jahre später noch als Sänger aktiv. Wolfgang Denk, Arthur Schachinger, Hansi Schmidinger, Erwin Wojak, Manfred Steidl, Reinhard Schwabl und Christian Schwandtner wurden in diesem Zeitraum zum unverzichtbaren Teil des Vereinslebens! Die beiden Letztgenannten haben 2024 gar als Obmann und Obmann-Stellvertreter die organisatorische Führung des Vereines übernommen und wurden damit zu tragenden Säulen des nächsten Generationswechsels, der ja für den Fortbestand des Vereines stets unverzichtbar ist!
23. Juni 2006
100-jähriges Gründungsjubiläum
In der Rückschau betrachtet, bildet das Fest zum 100-jährigen Bestand der Liedertafel einen markanten Abschlusspunkt für die im Jahr 2003 begonnene Phase des personellen Umbruchs
Mit einem 2-tägigen Fest wird das 100-jährige Bestehen der Liedertafel gebührend gefeiert. Ganz traditionell mit Festakt, Vereinsempfang, Festgottesdienst, Fahnenbandweihe und allem was dazugehört. Das Vereinsgeschichtsbuch „Sängerleben“ wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Fahnenpatin Erna Mertelseder übergibt ihr Ehrenamt an die Nachfolgerin Sabine Räuschenböck und die Liedertafel präsentiert sich mit ihrer neuen Tracht.
Dies alles sind sichtbare Signale für den erfolgreich vollzogenen Umbruch. Aber so einfach, wie es in der Rückschau aussehen mag war es gar nicht. Der Fortbestand des Vereins stand ab dem Jahr 2004, nach dem unerwartet raschen Abgang von Siegfried Kreil, der den Verein über so viele Jahr getragen hatte, durchaus auf der Kippe!

Der Umbruch begann bereits 2003 mit dem wohl vorbereiteten Wechsel in der Vereinsführung, als Rudolf Räuschenböck die Funktion des Obmanns an seinen Nachfolger Josef Gross übergab. Viel schwieriger gestaltete sich die Frage der Neubesetzung der musikalischen Leitung. Fahnenpatin Erna Mertelseder mahnte mit eindringlichen Worten die teils bereits zur Resignation tendierenden Stimmen, die Kräfte neu zu bündeln und den Fortbestand des seit bald 100 Jahren bestehenden Vereines zu ermöglichen. Schließlich wagte Alexander Mayrböck den mutigen Schritt, die musikalische Leitung zu übernehmen und so kam nach und nach wieder neuer Schwung in die Unternehmung. Im Zuge der 100-Jahr-Feierlichkeiten kam dies sichtbar zum Ausdruck.
Der Übergang war geschafft. Wieder einmal!

Blütezeit
1951-2004
3 Einträge
01. Mai 1971
Die Herford-Geschichte
Aus einer Kriegskameradschaft zwischen den Sängern Georg Stadler aus Mining und Helmut Budde von der Lyra Lippinghausen bei Herford in Westfalen, entwickelt sich eine über mehrere Jahre andauernde Chor-Freundschaft
Nach umfangreicher organisatorischer Vorbereitung werden 21 Gäste aus dem 700 Kilometer entfernten Lippinghausen am 1. Mai 1971 am Bahnhof in Simbach abgeholt und in Mining herzlich empfangen. Im Zuge dieses Besuches wird auch ein Gemeinschaftskonzert der beiden Chöre veranstaltet. Vom 29. April bis 1. Mai 1972 kommt es dann zum Gegenbesuch.
Die Liedertafel reist nach Herford. Auch dort wird ein gemeinsames Konzert aufgeführt. Die Freundschaft intensiviert sich in der Folgezeit. So kommt es im April 1974 zu einem weiteren Besuch aus Herford in Mining. 56 Personen reisen diesmal aus Herford an und es wird unter anderem ein gemeinsamer Ausflug in das Salzkammergut unternommen. Nach einigen Verschiebungen und weiteren Diskussionen über einen nächsten Gegenbesuch, wird dieser im Jänner 1977 schließlich abgesagt. Somit löst sich die Partnerschaft der beiden Chöre langsam wieder auf. Einzelne private Kontakte werden jedoch durch weitere gegenseitige Besuche, Briefe und Telefonate zum Teil bis in die 90er Jahre gepflegt.

07. Oktober 1955
Vereinsfahne
Die Fahnenweihe der neuen Vereinsfahne
Noch lange vor der ersten einheitlichen Vereinstracht leistet sich die Liedertafel zum 50-jährigen Bestandsjubiläum erstmals eine Vereinsfahne. Erste Überlegungen in Richtung dieser symbolträchtigen Investition gab es bereits in der Gründerzeit und zwar in den Jahren 1906 und 1908. Diese wurden jedoch, vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen, wieder verworfen. Im aufkommenden Schwung der Nachkriegszeit war es dann so weit. Am 25. April 1955 gab es die Zusage von Anna Seeburger zur Übernahme der ersten Patenschaft. So wurde das neue Aushängeschild des Vereines anlässlich des 50-jährigen Gründungsfestes am 10. Juli 1955 in Anwesenheit zahlreicher Gesangsvereine und Ehrengäste, bis hin zu Landeshauptmann Heinrich Gleissner, von Pfarrer Franz Leopoldsberger feierlich eingeweiht.
Erster Fähnrich war der damals neu beigetretene, 21-jährige Jungsänger Georg Mertelseder.

29. April 1951
Amtsantritt von Josef Kreil als Chorleiter
Neben einzelnen Menschen, haben in der Vereinsgeschichte der Liedertafel auch immer wieder ganze Familien die Geschicke des Vereins über Jahrzehnte entscheidend geprägt. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Familie Kreil
Mit dem Amtsantritt von Josef Kreil als Chorleiter, beginnt in der Vereinsgeschichte der Liedertafel eine neue Ära die man ohne Übertreibung als Blütezeit bezeichnen kann. Nach den Schrecken der beiden Weltkriege, folgt ab den 50er Jahren eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufbruchstimmung, die auch das Sängerwesen im Allgemeinen erfasst. Sepp Kreil versteht es, mit viel persönlichem Engagement, diese Rahmenbedingungen im Sinne des Vereines zu nützen. Er macht die Liedertafel zu einem festen und stets präsenten Bestandteil des kulturellen Lebens von Mining, sowie dem regionalen Umfeld. Er tritt bereits im Jahr 1934, mit 20 Jahren, dem Verein bei und ist bis 1985 aktiv. Von 1951 bis 1982 leitet er selbst den Chor und übergibt dann diese Funktion an seinen Sohn Siegfried, der dieses Amt bis in das Jahr 2004 in seinem Sinne fortführt. Sepp Kreil ist von 1935 bis 1984 auch als Vereinswirt der Gastgeber am Stammtisch der Liedertafel. Auch diese wichtige Funktion wird innerhalb der Familie übergeben. Tochter Margit und Schwiegersohn Johann Mayrböck übernehmen nahtlos und sorgen bis in das Jahr 2010 dafür, dass sich die Sänger im Vereinslokal stets wie zu Hause fühlen dürfen. Schwiegersohn Johann Mayrböck ist zudem von 1982 bis 2025 aktiver Sänger der Liedertafel. Auch Sepp’s Bruder, Alois Kreil, ist von 1935 bis 1960 als Sänger aktiv! Darüber hinaus stellt die „Sängerfamilie“ Kreil/Mayrböck seit 1935, bis heute unentgeltlich, die Räumlichkeiten für die Probenarbeit zur Verfügung. Was soll man da noch sagen? Am besten verneigt man sich, still dankend!

Wendezeit
1914-1950
5 Einträge
1945
Traurige Zeiten
Auch in den Reihen der Liedertafel sind Kriegsopfer zu beklagen
Anders als im 1. Weltkrieg, fallen dem ideologischen Irrsinn des 2. Weltkrieges auch Sänger der Liedertafel zum Opfer. 5 aktive, darunter gleich 3 erste Tenöre, sowie 2 ehemalige Sänger müssen im Zuge der Kriegshandlungen ihr Leben lassen. Es dauert verständlicher Weise auch nach dem Krieg mehrere Jahre, bis die größte Not überwunden ist. Nur langsam können die Schrecken des Krieges überwunden werden. Die Menschen wenden sich in zunehmendem Maße wieder dem gesellschaftlichen Leben zu und die Sängerreihen beginnen sich wieder zu füllen.
1938
Schwierige Zeiten
Die Einflussname der zu dieser Zeit herrschenden politischen Kräfte ist nicht mehr zu übersehen und so wird auch die Liedertafel mit einem Schreiben des kommissarischen Leiters des Oberösterreichischen Sängerbundes im Jahre 1938 aufgefordert einen Vereinsführer vorzuschlagen. Im März 1939 werden dem Verein die zugeteilten Regelsatzungen bekannt gegeben und durch den Sängerkreisführer der vorgeschlagene Vereinsführer bestätigt. Der damalige Obmann Matthias Asen sen. unterschreibt trotz der Bestellung zum „Vereinsführer“ die Chronikberichte weiterhin mit dem Vermerk M. Asen Obmann.
Vieles wird nun als Verpflichtung den Sängern aufgebürdet. Eine Bestandserhebung ist sofort durchzuführen und die Leitsätze bzw. Regelsatzungen, herausgegeben von der Sänger-Gauführung, sind regelmäßig zu verlesen. 1939 wird von den Chören sogar das Erlernen des Pflichtchores “Das Hammerlied vom ewigen Deutschland” verlangt. Ebenso muss der Verein beim Sängerkreistag in Linz am 7. Mai 1939 unbedingt teilnehmen. Dort wird Obmann Matthias Asen und Chorleiter Karl Urbann der Besuch der Reichsnährstandsausstellung in Leipzig nahegelegt. Über Einladung der NSDAP, der Orts-Kulturgemeinschaft beizutreten, beschließt die Liedertafel, vorläufig nicht beizutreten, erklärt sich jedoch bereit, bei kulturellen Veranstaltungen gesanglich mitzuwirken.

05. März 1935
Eine besondere Sängerhochzeit
Der Sohn des Chorleiters heiratet die Tochter des Obmanns
Friedrich Bruckmayr (jun.), der Sohn des Vereinsgründers und ersten Chorleiters, heiratet am 5. März 1935 Anna Asen, die Tochter des Obmanns Matthias Asen. Das ist für den Verein natürlich ein ganz besonderes Ereignis, das auch entsprechend gefeiert wird. Der Bräutigam war auch ganz kurz Sänger der Liedertafel, wurde aber wenige Monate vor der Hochzeit als Oberlehrer nach Riedlbach bei Mondsee berufen, musste deshalb umziehen und die Liedertafel rasch wieder verlassen. Das Eheglück währte leider nicht sehr lange. Seine Frau Anna starb bereits im Jahr 1948 an Kinderlähmung.

26. Juni 1927
Burgfest Frauenstein
Das Burgfest in Frauenstein mit ca. 10.000 Besuchern
Zitat aus einer Presseankündigung: „Eingeladen sind nicht bloß die Liedertafeln, sondern alle Geselligkeitsvereine und die Bevölkerung von ganz Österreich und Deutschland“!
Ursprünglich geplant für den 15. August 1914 kam jedoch der 1. Weltkrieg dazwischen, der das gesellschaftliche Leben zum Erliegen brachte. So wurde erst am 4. April 1925 der nächste Grundsatzbeschluss zur Abhaltung des Burgfestes gefasst. Als Festtermin wurde der 26. Juni 1927 festgelegt. In Anbetracht der damaligen Rahmenbedingungen war das sicherlich eine organisatorische und logistische Meisterleistung.
Der nachfolgende Chronikeintrag lässt das erahnen:
Es war eine Riesenarbeit um das Fest vorzubereiten, weil doch Frauenstein ein Platz ist, wo große Veranstaltungen noch nie stattgefunden haben. Um ein Bild zu geben sei erwähnt (alphabetisch) dass z.B. alle Adressen für die Einladungen beschafft werden mussten. Ansichtskarten wurden bestellt und die Affichierung der Plakate war zu regeln. Weiters in Schlagworten Beflaggung der Ortschaften Mining und Frauenstein, Bedienung, Bäcker, Biermarken, Brotmarken, Barrets, Blocks für Fahrräder, Motorräder u. Autos, Konditor, Diplome, Dekoration, Damen für die Mitarbeit, Extrazug, Elektr. Licht, Essenmarken, Ehrendamen, Festzeichen, Flaggenmaste, Fahnen, Fahrzeug Aufsicht, Fahrzeugplatz, Feuerwerk, Fuhrwerk f. Lasten und für die Musik, Girlanden, Glückshafen, Gendarmeriedienst, Gondelfahren, Gesamtchor, Gemeinde-Polizei, Gesangvereine, Inserate, Komiteezeichen, Kaffeschank, Kassen I-IV Kontrolle, Kostüme, Koncert, Lampions, Kerzen, Landsknechte, Metzger Musik I II III, Noten, Ordner, Plakate, Pöller, Preisverteilung, Podien, Rittersaal (Decoration, Tische, Sitze Licht, Sanitätsdienst, Serenade am Inn, Spenden v. Glückshafen, Schrammelquartett, Schiffahren Steine am Wasserbauplatz, Trafik, Tanzmeister Tanz Richter, Triumphbögen, Tafeln, Tischordnung Trinkgefäße, Tanzpreise, Überfuhr, Versand der Plakate, Versicherung, Vorverkauf, Verkauf der Lose Weinschank u. Zecheneinladungen.Auch die regionalen Zeitungen berichteten sehr umfangreich über dieses große Fest. Im Anhang dazu nur einige Beispiele!

20. Juli 1925
Damen im Männerchor
Frauen haben in der Frage des Fortbestands der Liedertafel immer eine Rolle gespielt. Das ist ein offenes Geheimnis. Sie sind in einer funktionierenden Partnerschaft nicht selten der entscheidende Faktor bei der Frage, ob ein Mann für die Sache des Gesanges zu haben ist oder nicht. Das war wohl schon immer so und es hat sich bis in die heutige Zeit nicht geändert. In der Vereinsgeschichte gab es aber auch aktive weibliche Mitglieder und das dürfte weniger bekannt sein. Das Protokoll der Vorstandssitzung vom 20. Juli 1925 lässt keinen Zweifel über die Aufnahme von Damen in die Liedertafel Mining. Im Laufe der Folgejahre gibt es also auch gesangliche Darbietungen eines Damenchores, sowie eines gemischten Chores. Doch die Spur der im Verein aktiven Damen verliert sich dann wieder und zwar ohne jegliche Erwähnung durch die Chronisten.

Gründerzeit
1897-1913
3 Einträge
14. März 1906
Die Vereinsgründung
In der Sitzung vom 11. März 1906 werden die Statuten des Gesangsvereines Ried im Innkreis zur Vorlesung gebracht und es wird beschlossen, diese zu übernehmen. Am 14. März 1906 werden diese als „Satzungen des Gesangsvereines in Mining“ bei der „K&K Stadthalterei für Österreich ob der Enns“ mit Einlagezahl 12042 eingereicht und mit Datum 28. Mai 1906 formell genehmigt.

10. Februar 1906
Das Vereinsmotto
Auch der Ursprung des Vereinsmottos datiert aus der Zeit vor der Vereinsgründung und es hat eine durchaus edle Herkunft. Der erste Direktor des Mozarteums in Salzburg, J.F. Hummel, schreibt am 10. Februar 1906: „Lieber Herr Bruckmayr! Ihrem Wunsche nachkommend, sendet der Lehrling ein Pantheon der Kunst, einen bescheidenen Gedankensplitter, der einer freundlichen Aufnahme entgegensieht.“


10. August 1897
Die Wurzeln der Liedertafel
Die erste dokumentierte Erwähnung der Liedertafel Mining in der „Neuen Warte am Inn“.

Wann genau die gesanglichen Aktivitäten der Liedertafel Mining begonnen haben, ist nicht überliefert. Lange Zeit ging man davon aus, dass die ersten Proben unter Leitung des Volksschullehrers Karl Adler auf das Jahr 1905 zu datieren sind, also etwa 1 Jahr vor der formellen Gründung des Vereines.
Diese Annahme wurde mit Auffindung der beiliegenden Zeitungsanzeige widerlegt! Der Artikel erschien am 14. August 1897, also bereits 8 Jahre früher, in der “Neuen Warte am Inn”. Leopold Springer bedankt sich darin unter anderem bei der “Liedertafel Mining” für die gesangliche Begleitung des “Leichenbegräbnisses” von Anton Springer.